Geschichte der Kirche in
Engelade Home
Auszüge aus der Dorfchronik: Engelade
von Karl Oberbeck
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Über Alter, Bann
und Patronat |
„Diese Kirche ist dem Heil.
Pankratio gewitmet, wer aber ihr Stifter ist und wie alt sie sey, davon habe ich
keine Nachricht bekommen können“, so schrieb schon der Pastor Georg Friedrich
Helmkampff 1766 in das Hauptbuch der Kirche. Tatsächlich liegen über den Bau
der Kirche oder deren Stifter auch keine genauen Nachrichten vor. Lediglich die
Dorf-, Feld- und Wiesenbeschreibung von 1756 weiß zu berichten, dass sie „ zu
jenen Zeiten als die Hüttenbetriebe allhier im Gange gewesen und von den
Engelädern betrieben worden, von solchen erbauet“ sein soll.
Geht man von der Richtigkeit
dieser Überlieferung aus, wird die Kirche um 1200 errichtet worden sein, zu
einer Zeit also, als die Kupferhütten an der Seckau (Case Cichenkove) und an
der Nette bei der Hammershäuser Mühle und der Schlacken-Mühler in voller Blüte
standen.
Nach dem überlieferten
Archidiakonatsverzeichnis gehörte Engelade zum Bann Seesen, dem Aufsichtsbezirk
des Archidiakons. Patron der Engelader Kirche war bis zur Reformation der
Bischof von Hildesheim.
Das Corpus bonorum von 1766
sagt über das „Jus patronatus: „Der Hohe Patron dieser Kirche sind Durchlachtigster
Herzog zu Braunschweig und Lüneburg.
Da aber Herrhausen und
Engelade eine Pfarre ausmachen, so alteriniret das Ius Patronatus mit denen von
Herrhausen. Wenn Durchlauchtigster Herzog einmal die Herrhausische Pfarre und
die Engeladische Pfarre besetzet haben, so vergibt sie nach wieder sich
ereignender Vacanz der Herr von Koch und die Gemeinde Herrhausen.“ Diese
wechselweise Besetzung der Pfarrstelle hat sich bis heute erhalten. Nach dem
Aussterben der Familie von Koch wird die Pfarrstelle das eine Mal von den
Kirchenvorständen und das andere Mal von der Landesregierung vergeben.
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In den frühesten Zeiten war
Engelade eine selbständige Pfarre, die in Pastor Hermann Patz 1542 noch einen
eigenen Pfarrer hatte. Jedoch schon nach der 2. Kirchenvisitation 1568 war
die Pfarrstelle unbesetzt und wurde von Herrhausen aus versorgt. Im Jahre
1571 wurde sie mit Herrhausen vereinigt. Als dritte Gemeinde wurde
1653 Dannhausen eingepfarrt. Im Kirchenbuch findet man darüber folgenden
Vermerk: „Anno 1653 iß Danhause Ambtes Gandersheim von Harrihausen abgenommen
und der Pfarr Herrhausen und Engelade als ein Filial einverleibet nicht ohn
streit und widerwertigkeiten ad mandatu Sereniß. Dn.
Augusti Ducis Br. et Lün.“ Dannhausen wurde wohl
deswegen dem Pfarrbezirk zugelegt, weil man dem Pfarrer, der nur von seinen
Pfründen leben musste, ein besseres Auskommen verschaffen wollte. |
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Das
Kirchengebäude |
Das rechteckige, aus Bruchsteinen
gemauerte ca. 14 m lange und ca. 8,25 breite Kirchengebäude hatte im
30-jährigen Krieg erhebliche Schäden davongetragen, die von der Gemeinde erst
nach jahrelangen Bemühungen beseitigt werden konnten. Daher war es auch erst
1713 möglich, die schlechten Lichtverhältnisse durch Vergrößerung der Zahl und
des Umfangs der Fenster zu beseitigen.
Bis 1760 erhielten jedoch
Kirchenschiff und Chor einen neuen Fußboden aus Tannendielen, die die
Steinplatten ersetzen sollten.
Auf dem Chor standen der aus
Tannenbrettern gezimmerte Altar, die Kanzel, der Beichtstuhl sowie die Bänke
für die Altaristen, den Schulmeister und die Konfirmanden, die, wie die
Erwachsenen, nach Geschlechtern getrennt saßen.
Die aus Lindenholz
gefertigte Kanzel war über dem Altar angebracht und über eine Treppe zu
erreichen, die aus dem Beichtstuhl hinaufführte.
Im Kirchenschiff standen
1760 an der Südseite 8 Bänke für die Engelader Frauen. Von den Bänken an der
Nordseite waren weitere drei den Engelader und restlichen drei den Dannhäuser
Frauen vorbehalten. Hinter diesen Bänken standen zwei besondere Stühle für die
Familienangehörigen des Papiermachers.
Über eine hölzerne Treppe
kann man zur Empore. Sie war für die Männer bestimmt. Hier saßen die Engelader
an der Nordseite und die Dannhäuser vor dem Westgiebel. Von dieser Empore
führte eine Tür durch den Westgiebel in den Turm.
Ein Taufstein befand sich
seit 1710 nicht mehr in der Kirche. Das Taufbecken wurde während der
Taufhandlung auf einen Lehnstuhl gestellt, „darum die Gevattern stehen und wird
also getaufet“.
Mitte des 18. Jahrhunderts
befand sich die Kirche in einem ähnlichen Zustand wie 100 Jahre zuvor. So
berichtet der Schulmeister Raabe 1782 über den erneuten Verfall des
Kirchengebäudes, insbesondere des Kirchturmes.
Als 1789 die Reparaturen
immer noch nicht erledigt waren, wies der Schulmeister Münnich erneut auf die
Schäden hin:
„1. Da er nunmehro immer schadhafter wird, so daß man in den Thurm heraufsteigen das Leben wagen muß, weil alle Treppen und Balcken vom Regen faul und mürbe sind.
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Kircheninventar |
Wie arm die Engeläder Kirche
immer war, zeigt ihre spärliche Ausstattung an Kirchengeräten. So waren 1648
neben einem zinnenen Kelch lediglich zwei Holzleuchter vorhanden.
Nach der Kirchenbeschreibung
von 1710 besaß die Kirche einen Zinnkelch gewöhnlicher Form, 18,5 cm hoch „und
zwar schlechtes Zinn, darin ein gut Mäsel gehet, ist sehr alt und ungeschickt“.
Dazu gehörte eine Oblatendose, ebenfalls aus Zinn. Beide wurden beim Abendmahl
verwendet.
Ferner waren zwei zinnene
Leuchter „nach altväterlicher Manier“ vorhanden. „Es hat aber die zeitige
Schlackenmüllersche Anna Sabina Hildebrecht 2 Thaler freywillig der Kirche
verehret, dieselben ad pias causas zu verwenden.“ Von diesem Geld ließ der
Pastor Dietel die bisherigen Altarleuchten in zwei neue barocke Zinnleuchter
umarbeiten, am Fuße graviert: „A.S.E. Hildebrecht 1744. J.B.
Dietel P. et. Se.
1744.“
1789 wurden vom Eigentümer
der Papierfabrik der Kirche zwei als Vasen umgearbeitete Zinnkannen von 32 cm
Höhe geschenkt. An der Seite wurde, teilweise in Antiqua, eingraviert: „Bey
Erbauen der hiesigen Papierfabrik Siendt diese Töpfe nebst den Blumen an
hiesige Kirche geschenkt. J.C.E. Schaarschmidt. Engelade 29. Oktober 1789.“
Der
heute noch bei der Abendmahlsfeier benutzte vergoldete Silberkelch wurde 1713
der Kirche gestiftet: „Ao 1713 hat Mstr. Caspar Fiedeler, gewesener Sagemüller auf des
herrn v. Campen zu Kirchberg gelegenen Sagemühle jetzo wohnhaft und Besitzer
auf der Seckauischen Oelmühle, so sein eigen, in die Engeladische Kirche zu der
Ehre Gottes einen vergüld-silbernen Kelch mit einem vergüld-silbernen
Oblaten-Teller verehret. Dieser Kelch ist verfertiget von der Schuld so
Hans-Heinrich Koch von ihm geborget und gehoben und weil abgedachter Fiedeler
nicht von demselben hat kriegen können, so hat er solche Schuld, so aus
etlichen 90 Th sich beläuft lt. beiy der Pfarr zu Herrhausen befindlichen
Nachrichten und Obligoen an die Engeladische Kirche gegeben, von welcher Schuld
nun synd genommen 37 ½ Th zur Bezahlung.“
Der Kelch ist 22 cm hoch,
der Knauf geriffelt. - Die Fußinschrift in Antiqua lautet: „Zur Ehre Gottes der
Engelahdischen Kirchen hat Caspar Fiedeler mit seiner Fr. Catharina Maria
diesen Kelch mit den Zugehörigen verehret 1713.“
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Kirchenglocken
und Turmuhr |
Ein „Actum Engelade“ vom 09.
Dezember 1661 berichtet über ein Ereignis, das sich 1628 abgespielt haben soll,
folgendes: „In dem größten Kriegstrubel ist die Engeladische Glocke von den Kriegsleuten,
der Einwöhner Bericht nach, zerschlagen und mehrenteils von denen, außer
etzlichen Öhren und Rennen, weggefahren worden. Die übriggebliebenen Stücke
sollen etliche Einwöhner in der Noth nach Goslar gebracht dafür 72 Gulden
bekommen und solches Geld in die Contribution verwendet haben. Als nun der
liebe Friede wieder erblicket und die Kirchenvisitatores die Gemeinde zur
Herbeibringung eines neuen Geläuts genöthiget, hat dieselbe anstatt der
verkauften Stücke eine neue Glocke, welche bey die 120 Thaler gekostet wieder
herbey geschaffet und die Kirchen St. Pankratii zu Engelade mit dem Übertragen
verehret.“
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Inwieweit die angegebene Jahreszahl 1628 verbürgt
ist, lässt sich nur schwer nachprüfen. Vieles spricht dafür, dass nicht 1628
die Glocke zerstört wurde, sondern 1626. In diesem Jahr wurde auch das übrige
Dorf zerstört und ging in Flammen auf. |
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Diese neue Glocke ließ ihre bronzene
Stimme über 160 Jahre zu allen kirchlichen Ereignissen ertönen, bis sich auch
in ihrem Mantel ein Sprung zeigte. 1829 war man sich einig, dass die Glocke
nicht mehr geläutet werden könne, weil zu befürchten sei, „daß ein großes Stück
herabfällt.“ Man einigte sich, die gesprungene Kirchenglocke umzugießen. Die
neue Glocke sollte ein Gewicht von 7 Zentnern haben.
Die Gemeinde bestellte
außerdem noch eine zweite Glocke von 234 Pfund, die sie der Kirche schenkte.
Das neue Geläut wurde 1835 in der Kirche aufgehängt.
Das Läuten der Glocke
gehörte zu den Aufgaben des jeweiligen Schulmeisters, die häufig jedoch von den
Schulkindern besorgt wurden.
Da man hinter der
Beschädigung der Glocke eine Unaufmerksamkeit des Glockenläuters vermutete, sah
sich das Consistoriums gezwungen, dem Kirchenvorstand noch einige Ermahnungen
mit auf den Weg zu geben: „Auf jeden Fall ist dem Glockenläuter noch besonders
zur Pflicht zu machen, bei dem Gebrauche der Glocke alle Vorsicht anzuwenden
und nicht etwa Schulknaben oder anderen das Läuten zu überlassen. Auch von Zeit
zu Zeit selbst nachzusehen, ob nicht etwa der Riemen, woran der Klöppel hängt,
sich heruntergezogen hat und zu niedrig anschlägt."
Über das Aussehen dieser
beiden Glocken ist nichts bekannt. Eine von beiden wurde im 1. Weltkrieg
1914/1918 eingezogen und zu Kriegszwecken eingeschmolzen. Als Ersatz kaufte die
Gemeinde eine neue bronzene Glocke, die noch heute im Kirchturm hängt. Am
oberen Rand trägt sie die Jahreszahl „1932“ und an der Seite die Aufschrift:
„Für die im Weltkrieg geopferte Glocke ließ die Gemeinde in schwerer zeit
dieses Geläute gießen.“
Im Zweiten Weltkrieg 1939/45
wurde die zweite Glocke von 1832 eingezogen und vermutlich ebenfalls
eingeschmolzen; denn sie konnte nach Beendigung des Krieges nicht wieder
aufgefunden werden. Die Gemeinde sah sich daher 1946 veranlasst, zur
Vervollständigung des Geläuts wieder eine 2. Glocke anzuschaffen. Sie wurde von
der Firma Weule in Bockenem gegossen. Die Aufschrift erinnert an die
furchtbaren Leiden, die Krieg mit sich gebracht hatte: „Hart wie der Stahl ist
unsere Zeit, unsagbar schwer des Volkes Leid, Gott schenkte uns die
Barmherzigkeit. Anno 1946.“
Das Glockenläuten wie das
Bälgentreten wird heute von einem von der Kirche angestellten Küster besorgt.
Früher waren es Aufgaben des Lehrers. Zum Gottesdienst musste zweimal und an
den drei hohen Festtagen dreimal geläutet werden. Der Lehrer musste auch die
Betglocke schlagen. 1959 wurde ein elektrisches Läutewerk und für die Orgel
eine elektrische Windmaschine angeschafft.
Seit mindestens 1620 befand
sich im Kirchturm eine „Schlaguhr“. Sie wurde von einem Uhrmacher regelmäßig
gewartet und vom Schulmeister gestellt und geschmiert. Heute wird auch diese
Aufgabe vom Küster erledigt.
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Der Friedhof |
Bis zum Jahre 1843 wurde der
heutige Kirchenplatz als Friedhof benutzt. Er war mit einer Mauer umgeben,
welche die Gemeinde "„zur Ehre Gottes" hatte herrichten lassen. An der
Südseite der Mauer war eine kleine Pforte angebracht. der eigentliche Eingang
zum Friedhof führte jedoch durch ein großes zweiflügeliges Tor, das mit einem
Ziegeldach abgedeckt war.
Raummangel veranlasste 1842
die Anlage eines neuen Friedhofs auf dem Malitanger. Er wurde bei der
Beerdigung der durch eine Brandkatastrophe ums Leben gekommenen Familie Körner
1843 feierlich eingeweiht. Der große Gedenkstein auf dem Grabe dieser Familie
ist noch heute erhalten. Seine Inschrift erinnert an das grausige Geschehen in
der Brandnacht vom 15. zum 16. Januar 1843.
Im Jahre 1960 wurde auf dem
Friedhof von der politischen Gemeinde eine Friedhofskapelle errichtet.
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Kirchenbedienstete |
Außer dem Prediger waren
früher bei der Kirche ein Opfermann und zwei Altaristen. Die beiden Altaristen
wurden vom jeweiligen Pfarrer ernannt.
Für die Gemeinde Engelade
sind folgende Pastoren tätig gewesen:
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bis 1542 |
Hermann Patz |
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1542 - ? |
Werner Bütemeister |
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1568 - 1584 |
Jonas Ka(h)le (Kahle war der erste lutherische
Pastor in Herrhausen und Engelade) |
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1578 - 1580 |
Johannes Bütemeister, als Pastor adjunktus |
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1585 - 1617 |
Johannes Bütemeister d.J. |
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1618 - 1626 |
Johannes Hingt (Hengst) |
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1627 - 1632 |
Johannes Hachmeister |
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1632 - 1649 |
Conrad Essiger (Essegern) |
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1649 - 1664 |
Heinrich (Henricus) Meyer |
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1664
- 1687 |
Johannes
Strubius (Struvius) |
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1687
- 1689 |
Christian
Cämmerer |
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1689 - 1699 |
Christoph Naumann |
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1699 - 1752 |
Johann Burchard Dietel |
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1752 - 1775 |
Georg Friedrich Helmkampf |
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1776 - 1787 |
Wilhelm Caspar Lungershausen |
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1788 - 1801 |
„Ernst“ Georg Mitgau |
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1801 - 1816 |
Johann Heinrich „Wilhelm“ Meyer |
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1816
- 1833 |
Georg
Theodor Peters |
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1833 - 1853 |
Johann Carl Theodor Jenner |
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1853 - 1872 |
Friedrich „Wilhelm“ Carl Ziegeler |
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1873 - 1883 |
„Carl“ August Ludwig Theodor Zerbst |
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1884 - 1888 |
Gottfried „Emil“ Heinrich Dietrich Hartung |
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1889
- 1896 |
„Levin“
Ludwig Eduard Emil Fricke |
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1897
- 1933 |
Gustav
„Adolf“ Keck |
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1933 - 1935 |
„Erich“ Ernst Karl Eduard Pförtner, Vikar |
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1935 - 1936 |
„Rennig“ Ernst Georg Radkau, Vikar |
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1936 - 1937 |
Vacant (verwaltet von Pastor Gustav Giehl,
Bornhausen) |
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1937 - 1956 |
Gustav Wurr |
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1956 - 1966 |
Kurt Jesse |
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1967 - 1971 |
„Robert“ Harro Eduard Mehlhose |
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1972 - 1994 |
Wolfgang Klages |
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1995 - 2001 |
Stefan Werrer, geb. Grobe |
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2002 - 2007 |
Sabine Beyer |
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seit 01.02.2008 |
Hans-Dieter Scheipner (Vakanz, Einführung in das
Amt als Pfarrer am 17.05.2009) |
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Das Pfarrhaus |
Heute ist von diesem Gebäude
nichts mehr zu finden. Um das Jahr 1760 gab es jedoch mehrere alte Leute im
Dorfe, die sich an dieses Haus noch gut erinnern konnten. Man kann daher davon
ausgehen, dass es erst gegen Ende des 17. Jahrhunderts abgebrochen wurde.
Als Engelade 1568 nach Herrhausen
eingepfarrt wurde, verlor das Pfarrhaus an Bedeutung. Das Interesse an der
baulichen Unterhaltung und Instandsetzung schwand bei der ständigen
Mittellosigkeit der Engeläder Kirche sehr schnell. Die Gebäude verfielen daher
mehr und mehr, bis sich ein Abbruch nicht aufhalten ließ. Nach dem Abriss der
Gebäude nutzte der Nachbar die wüste Hofstelle zunächst als Hausgarten, bis er
sie seinem Grundstück vollends einverleibte.
1756 bildete dieser Garten
mit dem Grundstück bereits eine feste Einheit und wurde dem Eigentum des
Kotsassen Heinrich Uhde zugerechnet, obwohl im Dorfe immer noch die Erinnerung
an das ehemalige Pfarreigentum wach war.
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Pfarrländereien |
Um dem Pfarrer die Möglichkeit
zu geben, selbst für seinen Unterhalt zu sorgen - er bekam damals noch kein
Gehalt -, wurde die Pfarre mit Vermögen ausgestattet.
Dazu gehörte der sogenannte
Pfarrmeierhof, von dem der Pfarrer jährlich 4 Malter Roggen und 4 Malter Hafer
einzog. Außerdem gehörten 7 Morgen Einzelländereien und über 6 Morgen Wiese zur
Pfarre, deren Pachtzinsen ebenfalls in Naturalien bestanden.
Von 31 Hausbesitzern gingen
jährlich 60 Brote und 12 Würste und vom Papiermachen einhalb Rieß Papier ein.
Für seine Amtstätigkeiten (Hochzeit, Kindtaufe, Leichenpredigt, Krankenbesuche
usw.) zog er Gebühren (Accidentien) ein. Zur Mastung im Gemeindewald konnte er
zwei Schweine ohne Hütelohn auftreiben.
Seine Jahreseinnahmen aus
der Gemeinde Engelade setzten sich daher 1756 wie folgt zusammen:
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Ertrag der
gantzen jährlichen Einnahme: |
Thaler |
Groschen |
Pfennig |
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1. |
Von 7 Morgen freyer Pfarrländerey 7 2/3 Hbt. Rocken a Hbt. 18 gr |
3 |
30 |
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2. |
Haberzinß jährlich 7 2/3 Hbt a Hbt 9 |
1 |
33 |
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3. |
Von dem halben Pfarrmeyer Hofe jährlich 4 Malter Rocken und 4
Malter Haber, daß dritte Jahr aber statt 4 Malter Rocken 3 Malter Rocken und
1 Malter Gersten : Rocken a Hbt 18 gr, Haber a Hbt 9 gr, Gersten a Hbt 12 gr
beträgt ein Jahr gegen das andere |
17 |
24 |
|
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4. |
6 Morgen Wiesen jährlich |
12 |
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5. |
Von einer Wiese im Dorfe järlich |
1 |
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6. |
Von einer Wiese, der Schinkamp genandt, vor die
Hagelfeyer Predigt |
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18 |
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7. |
Baar Geld von der Kirchen |
1 |
12 |
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8. |
Garten Zinß |
1 |
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|
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9. |
Vier Zeiten Geld |
1 |
6 |
|
|
10. |
60
Brodte a 2gr |
3 |
12 |
|
|
11. |
12
Würste a 3 gr |
1 |
|
|
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12. |
Accidentien jährlich |
20 |
|
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Summa Summarum aller Einnahme |
64 |
32 |
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Es liegt auf der Hand, dass
der Pfarrer mit diesen Einnahmen weder sich noch seine Familie ausreichend
unterhalten konnte. Aus diesen Grunde wurden auch mehrer Gemeinden (Herrhausen,
Dannhausen und Engelade) zu einer Pfarre vereinigt, um dadurch die Einnahmen zu
vergrößern und den Unterhalt des Pfarrers sicherzustellen.
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Bibelzitate
(siehe Quiz): |